Geschichte

Der erste Budapester Opernball nach 62 Jahre Pause fand am 17. Februar 1996 statt. Den früheren Traditionen getreu geschieht jedes Jahr am letzten Samstag der Ballsaison das Wunder, und wandeln sich Bühne und Zuschauerraum zum größten und imposantesten Ballraum von Ungarn um. Nach einem kurzen Programm wird der Ball von mehr als hundert Ersttänzern eröffnet, und auf Alles Walzer! folgt der Ball bis zum Morgen früh.
Unter den Gästen der ersten 10 Jahren durften wir die weltberühmte Sopransängerin Monserrat Caballé, Ornella Muti, Sascha Hehn, den russischen Bassist, Jevgeni Nesterenko, Walter Berry und Heinz Zednik, die Künstler der Wiener Staatsoper, sowie Katia Ricciarelli, Patrizio Buanne, Catherine Deneuve, Katarina Witt, Gina Lollobrigida und Daryl Hannah begrüßen. Zum Erfolg der Bälle trugen auch Jahr für Jahr die bekanntesten ungarischen Opernsänger bei.

Die bisherigen Bälle und deren Thematik:

  • 17. Februar 1996
  • 8. Februar 1997
  • 21. Februar 1998: Franz Lehárs 50. Todestag
  • 13. Februar 1999: „Oskar weiß es“ Maskenball inspiriert durch Verdis Oper
  • 4. März 2000: Jahr des Millenniums, Vorstellung von ungarischen Werken
  • 24. Februar 2001: Verdis 100. Todestag,
    die Gäste wurden im Hof des Herzogs von Mantua empfangen
  • 16. Februar 2002: unser Gast war Italien
  • 1. März 2003: unser Gast war Frankreich
  • 21. Februar 2004: unser Gast war Deutschland
  • 5. Februar 2005: 10. Jubiläumsopernball
  • 25. Februar 2006
  • 10. Februar 2007

Die gesellschaftliche, geschäftliche und politische Anerkennung des Budapester Opernballes nimmt ständig zu. Die Anzahl der ausländischen Gäste an unseren Opernbällen geht über die Besucher anderer derartigen Bälle hinaus. An den letzten Opernbällen nahmen unter anderen auch der ehemalige französische Ministerpräsident und seine Gattin, M. und Mme Barre, der Haupt des Hauses Rothschild, Baron Guy de Rothschild, sowie die Notabilität vom kulturellen, finanziellen und diplomatischen Bereich, wie Gilbert Beaux oder Thierry de Montbrial, oder Vertreter der Europäischen Union, wie Jürgen Köppen, Leiter der EU-Kommission in Ungarn, Brigitte Zypries deutsche Bundesjustizministerin, Otto Wiesheu bayrischer Wirtschaftsminister, sowie Dr. Dieter Böhmdorfer ehemaliger österreichischer Wirtschaftsminister teil.
Auch die Leitung führender Großunternehmen und der ungarischen Politik sind jedes Jahr am Ball anwesend, und neben der Unterhaltung nutzen sie auch die Gelegenheit, zwanglos arbeiten und Geschäfte schließen zu können.

Kurze Opernballgeschichte:

Der Budapester Opernball kann auf eine lange Geschichte zurückblicken; bereits seit 1886 haben die Aristokratie und die Prominenz der Finanzwelt zum wohltätigen Zweck Festlichkeiten im Opernhaus veranstaltet, bei denen die gleichartigen Tanzveranstaltungen des königlichen Hofes in Wien als Muster dienten. Zur Jahrhundertwende wurden fast jedes Monat Opernbälle zu wohltätigen Zwecken veranstaltet. Bei diesen Bällen wurde jedoch der Zuschauerraum noch nicht dem Ballraum angeschlossen. Für viele war der Opernball gleich mit dem Wiener Ball; mit der Wiener Musik, Anmut und mit der österreichischen Tradition der seit unendlichen Zeiten veranstalteten Festspiele. Nach dem ersten Weltkrieg, erst im Jahre 1934 hat der Verein der Budapester Opernfreunde wieder Opernball veranstaltet, der bereits auch förmlich der Wiener Muster gefolgt hat, und an dem Franz Lehar dirigiert hat. Nach dem zweiten Weltkrieg fanden zwar zahlreiche Festivitäten im Gebäude des Opernhauses statt, aber zu gemeinnützigen Zwecken, eine neue Tradition schöpfend wurde der Opernball erst 1996 veranstaltet.

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